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Blick hinter die Kulissen – Teil 1



bürgerweide ischafreimaak Schausteller

Freimarkt in Bremen, das bedeutet für Besucher vor allem eins: Spaß haben! Doch was bedeutet die fünfte Jahreszeit eigentlich für die Schausteller? Wie erleben sie die 17 Tage, und was gehört überhaupt alles zu ihrem „Alltagsgeschäft“ dazu?

Die Gewinner der Backstage-Führung des WESER-KURIER können sich in der zweiten Freimarktswoche ein eigenes Bild machen und gemeinsam mit Rudolf Robrahn und Marcel Kutschenbauer (1. und 2. Vorsitzender) sowie Symon Veldkamp (Schatzmeister) vom Bremer Schaustellerverband einen Blick hinter die Kulissen werfen. Gegen 9.30 Uhr trudeln die insgesamt 17 Teilnehmer am Montagmorgen auf der ansonsten noch leeren, fast schon gespenstisch anmutenden Bürgerweide ein. „Ein ungewohntes Bild“, findet Brigitte Linge, die gemeinsam mit ihrem Mann Knut gekommen ist. „Es ist aber ein Genuss, mal nicht über den Markt geschoben zu werden“, bemerkt Teilnehmerin Enke Probst.

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Zunächst steht ein gemütliches Frühstück in „Bärbels Moorkate“ auf dem Programm. Währenddessen richtet Rudolf Robrahn einige Worte an die Gruppe: „Wir halten diese Backstage-Führung für sehr sinnvoll, denn wir wollen gerne einmal zeigen, was wir so machen – und vor allem, dass der Freimarkt für uns ein knallhart kalkuliertes Geschäft bedeutet“, so der Vorsitzende des Bremer Schaustellerverbandes. Den meisten Besuchern sei nicht bewusst, welche Kosten für die Schausteller mit dem Freimarkt verbunden seien. „Die Betreiber der Achterbahn müssen zum Beispiel 4000 Euro nur für den Anschluss an das Stromnetz bezahlen. Hinzu kommt dann natürlich noch die Standmiete – da sind fünf Euro pro Fahrt durchaus fair“, gibt Robrahn zu bedenken. Viele nicken zustimmend.dsc01390

Schließlich setzt sich die Truppe in Gang und stattet dem Losstand von Lars Kellner einen ersten Besuch ab. In dritter Generation sorgt der Bremer dafür, dass das Loseziehen ein nach wie vor beliebtes Freimarktvergnügen bleibt. „Aber es wird für uns alle natürlich immer schwerer, die Leute zu animieren“, verrät Kellner den Teilnehmern. Nach dem Plaudern dürfen sie auch noch mit hinter den Stand kommen. Mit seinem eigens für ihn gebauten Wagen sei er innerhalb weniger Stunden quasi startklar. Das Drapieren der Gewinne – zum Beispiel der zahlreichen großen und kleinen Kuscheltiere – dauere dagegen bis zu zwei Tage. Dabei achte er immer darauf, die attraktivsten Preise anbieten zu können. „Das Thema ‚Minions‘ hat sich zum Beispiel nach drei Jahren nun so gut wie erledigt.“

Teil 2 folgt morgen!

 


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